Site-specifc Performance 4 Performer:innen, 180 Min., 4 Tage lang.
23.-26. Juni 2022, Ebertplatz Köln
In DIGGING THE GROUND setzen sich Malin Harff and Collaborators mit dem verdrängten emotionalen Erbe unserer NS-Vergangenheit auseinander. 77 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sitzen deren traumatische Spuren unverändert in unseren Körpern fest.
In dieser performativen Intervention graben sich 4 Performer:innen mit Täter:innen-Hintergrund 3 Stunden lang durch die Erde des Ebertplatzes und die allgemeine Gefühllosigkeit. Sie legen tief vergrabene Emotionen - Trauer und Wut, Angst, Scham und Ekel - frei und bringen uns in Kontakt mit dem Verdrängten, das wir wiederholen, ohne durcharbeiten zu können.
In einer Landschaft aus Klang, Text, Gesang und Choreografie lässt die Arbeit Raum zur eigenen Reflexion, in dem die Zuschauer:innen mit ihren Emotionen in Resonanz zum Gezeigten treten. Denn unsere Traumata können wir nicht bearbeiten, indem wir uns aus ihnen herausdenken. Erst, wenn unsere Körper Raum haben, die mit den Erinnerungen verknüpften Gefühle auszuhalten, können wir wieder in die Lage kommen das Notwendige zu tun: ehrlich zu erinnern und zu handeln.